Die Plutoiden > Ixion > Entdeckung von Ixion

Am Beispiel der Lokalisation von Orcus ist hier die Qualität der astronomischen Aufnahmen in den einzelnen Bearbeitungsschritten während der Analyse aufgeführt. Die Rohdaten (links) werden von den Schatteneffekten bereinigt (Mitte) und das sich bewegende Objekt durch Differenzbildung zweier aufeinanderfolgender Bilder eindeutig identifiziert (rechts).
Ixion Nachweisbild
Entdeckungsbild von Ixion. Der rote und grüne Punkt zeigen die Bewegung von Ixion, während die sonstigen Hintergrundsterne am gleichen Platz bleiben und weiß erscheinen. (Credit: Deep Ecliptic Survey Team/NOAO/AURA/NSF)

Im Rahmen des Deep Ecliptic Survey wurde in den Jahren 1998 bis 2003 gezielt nach transneptunischen Objekten im Kuipergürtel des Sonnensystems gesucht. Für das Projekt wurden verschiedene Teleskope des National Optical Astronomy Observatory (NOAO) genutzt. Als wichtigstes Ergebnis dieses Projektes wurde Ixion im Kuipergürtel des Sonnensystems am 22. Mai 2001 durch eine Gruppe von Astronomen am Lowell Observatorium in Arizona entdeckt. Seine Entdeckung erregte große Aufmerksamkeit, weil der Durchmesser dieses Objektes zunächst auf etwa 1300 km geschätzt wurde, was mehr als der Hälfte von Pluto entsprach. Niemand hatte mit derart großen Objekten in so großer Entfernung von der Erde gerechnet. Die weiteren Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop ergaben jedoch eine hohe Albedo dieses Kleinplaneten, sodass sein Durchmesser auf den heute aktuellen Wert von etwa 550 -600 km  korrigiert werden mußte.