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Gedränge am Rand des Solarsystems

Aufnahme des Hubble Space Teleskops von Pluto und seinen drei Monden (Quelle: HST/NASA)
 
Die klassische Forschung besagt: „Hinter den Gasplaneten kommt ab etwa 30 AU Sonnenentfernung nichts Großes mehr. Dort befinden sich nur noch Gesteinsbrocken, herausgeschleuderte Monde der großen Planeten und kondensierter Sternenstaub“. Seit Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ist es mit den verfügbaren modernen Beobachtungsmethoden möglich, weitere Objekte zu entdecken. Darunter sind die in dieser Abbildung der vorherigen Seite zusammengestellten „transneptunischen“ Objekte, auch „Plutoiden“ genannt, von denen die acht größten in der Tabelle 1 der vorstehenden Seite erwähnt sind.

„Plutoiden“ sind nach heutiger Definition eine eigene Klasse von Kleinplaneten, die sich von den normalen Planeten in ihren Bahneigenschaften und auch in ihrer Größe unterscheiden. Sie haben als Charakteristikum stark exzentrische, gegen die Ekliptik geneigte Orbits, die sich einerseits im Perihel mit denen der inneren Planeten überschneiden und sich andererseits im Aphel weit hinaus in den Kuipergürtel erstrecken. Außerdem fällt bei ihnen trotz der relativen Kleinheit der Objekte die große Anzahl von Monden auf. Diese haben sich höchstwahrscheinlich durch in der Frühzeit des Sonnensystems häufig vorkommende Kollisionen der Objekte untereinander durch herausgeschleudertes Material gebildet.