Die Plutoiden > Pluto / Charon

künstlerische Ansicht der gefrorenen Methan- und Stickstoffwüsten des Pluto. Der Blick geht in den Himmel über Pluto auf seinen großen Mond Charon. Die Sonne scheint weit entfernt nur noch recht lichtschwach in mehr als 40 AE Entfernung. (Credits: ESO/L. Calçada)

Pluto ist der am längsten bekannte Kleinplanet. Er gab der neuen Klasse von kleinen Objekten im Kuipergürtel seinen Namen "Plutoide" . Er wurde 1930 von Clyde W. Tombaugh gefunden, nachdem man das Vorhandensein eines Planeten jenseits von Neptun wegen kleiner Bahnstörungen des Neptun vorausgesagt hatte. Bis zum Jahre 2006 war Pluto so der neunte und äußerste Planet des Sonnensystems. Erst nachdem man in den letzten Jahren weitere gleichartige "Plutoiden" entdeckt hatte, die teilweise sogar größer als Pluto waren, wurde ihm der Planetenstatus aberkannt. Seitdem hat das Solsystem nur noch acht Planeten. Der Durchmesser von Pluto ist 2390 km. Er ist damit neben dem erst 2003 entdeckten Eris (2320 km Durchmesser) der größte Plutoid im Kuipergürtel. Er ist eines der hellsten Objekte dort.

Eigentlich ist das Pluto-Charon System ein binäres Planetensystem, um dessen gemeinsamen Masseschwerpunkt die anderen Monde kreisen. Charon hat 12% der Masse des Pluto und ist damit ein gleichwertiger Partner des größeren Objektes. Zum Vergleich: beim Erde-Mond System hat der Mond nur 1% der Masse der Erde. Mit der Entdeckung des "fünften" Plutomondes P5 im Juli 2012 kann man daher sagen, dass um das Pluto-Charon System insgesamt vier Monde kreisen: Nix, Hydra, P4 und P5.